Der Tagesablauf eines Psychologen

Viele Menschen interessieren sich für den Tagesablauf eines Psychologen. Empfängt er nur am Stück einen Patienten nach dem anderen? Nimmt er sich wirklich Zeit oder ist alles nur darauf ausgelegt, möglichst viele Patienten zu behandeln, um viel Geld zu verdienen? An dieser Stelle kann schon einmal gesagt sein: Dies ist nicht der Fall. In diesem Artikel stellen wir Ihnen einen beispielhaften Tagesablauf vor. Der tatsächliche Tagesablauf eines Psychotherapeuten bzw. Psychologen unterscheidet sich natürlich stark von der jeweiligen Stelle, an der gearbeitet wird. Ein Psychologe im Krankenhaus hat beispielsweise ganz andere Aufgaben als andere beim TÜV oder in der eigenen Praxis.

Der Anfang des Tages

Wenn ein Psychologe mit der Arbeit beginnt, dann macht er erst einmal das, was viele Menschen am Morgen zuerst machen: Er schaut nach seinen Mails oder sonstigen Nachrichten, die er bekommen hat, nachdem seine Praxis bereits geschlossen war. Diese Nachrichten schaut er sich an und antwortet gegebenenfalls. Danach telefonieren die meisten Psychologen noch kurz mit Patienten oder deren Angehörigen bzw. anderen Menschen, die mit ihrem Beruf zu tun haben. Danach geht es dann weiter mit der Vorbereitung auf die folgenden Sitzungen mit Patienten. Hierfür schauen sich die meisten Psychologen noch einmal die Menschen, welche heute kommen, in ihren Akten an, und was sie mit diesen bereits erreicht haben bzw. heute schaffen möchten. Dies lässt sich zwar nicht genau sagen, da jede Sitzung neue Überraschungen bieten kann, aber ein grober Plan kann schon festgelegt werden. Danach bereiten viele Psychologen ihr Therapie Büro noch einmal vor, damit sie bereit sind, Patienten zu empfangen.

Zeit mit dem Patienten

Für den Rest des Morgens werden dann Patienten empfangen. Hierbei wird aber nicht eine Sitzung nach der anderen abgearbeitet. Zwischen jeder Sitzung nimmt man sich Zeit und schreibt sich auf, was heute erreicht wurde und wie man weiter im Gespräch vorgehen möchte. Sobald man hiermit fertig ist, schaut man sich alles zum nächsten Patienten an, um auf das Gespräch bzw. die Sitzung mit diesem vorbereitet zu sein. Außerdem beantwortet man zwischen den Sitzungen wieder E-Mails und sonstige Nachrichten und tätigt häufig noch Anrufe.

Nachmittags geht es ins Krankenhaus

Wie gesagt, ist dies nur der beispielhafte Tagesablauf eines Psychologen. Viele Psychologen arbeiten aber am Nachmittag einen Teil des Tages im Krankenhaus, wo sie ganz verschiedene Aufgaben übernehmen. Von der Betreuung von Patienten, die im Krankenhaus liegen, bis zur Erstellung von Gutachten oder dem Erforschen von bestimmten Krankheitsverläufen, die auch psychische Hintergrunde haben oder haben können. Schließlich ist die Arbeit eines Psychologen auch im Krankenhaus gefragt, denn die psychische Einstellung eines Patienten kann für die Bewältigung einer Krankheit wichtig sein. Nicht umsonst ist die Wirkung von Placebos, welche nur eine psychische Auswirkung haben, bewiesen.

Fließendes Ende des Arbeitsalltags

Wann der Arbeitstag tatsächlich aufhört, lässt sich nie genau sagen. Einige Patienten haben nur nachmittags oder abends Zeit für ein Gespräch, sodass auch später wieder Sitzungen durchgeführt werden. Und letztendlich kümmert sich ein guter Psychotherapeut immer um seine Patienten, auch dann, wenn der Arbeitstag eigentlich schon vorbei ist. Ein richtiges Ende der Arbeit gibt es also nie, man ist immer noch der Therapeut, der auch mal in seiner Freizeit wegen seines Berufes angesprochen wird.

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